60 Jahre Wiedergründung MK Gaimberg

Dem damaligen Bürgermeister Johann Klaunzer war es ein großes Anliegen, in Gaimberg wieder eine eigene Musikkapelle zu gründen. Eine erste Formation musizierte zwar schon von 1938 mit einer kriegsbedingten Unterbrechung bis 1951, wurde dann aber wieder aufgelöst. Einige Musikanten traten daraufhin der Schützenmusik Lienz bei. Johann Klaunzer fungierte 1960 selbst als Wiedergründungsobmann und versammelte sich am 17. Jänner erstmals mit 25 Burschen, um die Musikkapelle Gaimberg wieder aus der Taufe zu heben.

Nach nur vier Monaten Lehrzeit am Instrument und Probentätigkeit in der Kapelle folgte Anfang Juni 1960 schon der erste Auftritt. Das große Ziel der jungen Kapelle war nämlich die Fronleichnams-Prozession am 15. Juni. Als „Generalprobe“ wurden am Pfingstsonntag 1960 nach der Heiligen Messe zwei Prozessionsmärsche und der weltliche „Gruber-Marsch“ vor dem Feuerwehrhaus zum Besten gegeben. Das Marschieren wurde nämlich erst im Sommer 1960 mit Alt-Bürgermeister Franz Kollnig erlernt. Bei der Kirchtags-Prozession konnten die Musikanten dann schon ihr Marschier-Können unter Beweis stellen. Im ersten Jahr wurde ausschließlich zu kirchlichen Anlässen gespielt, nämlich noch zu Allerheiligen und am Seelensonntag. Die offizielle Gründungsversammlung und die Anschaffung einer neuen Musiktracht folgten im Jahr 1961. Drei Wiedergründungsmitglieder halten seit 60 Jahren dem Verein in allen Höhen und Tiefen die Treue. Der Einsatz für die Musikkapelle von Johann Frank, Josef Mühlmann und Alois Niedertscheider kann wohl nicht hoch genug eingeschätzt werden und soll beim Jubiläumskonzert am 22. August 2020 gebührend gewürdigt werden.